Eine Bilanz
Stadtumbau Ost
Bis heute sind in den Berliner Stadtumbau Ost 164 Millionen Euro für Rückbau und Aufwertung geflossen. Abriss und Rückbau von Wohngebäuden erfolgen aus städtebaulichen Gründen, heißt es in der Berliner Koalitionsvereinbarung von SPD und DIE LINKE. Mit dem Abriss von rund 4.000 Wohnungen wurde das Wohnungsangebot jedoch im Interesse der Wohnungswirtschaft verknappt. Schon jetzt ist absehbar, dass die damals leeren oder leergezogenen Wohnungen in absehbarer Zeit für ein Angebot an preiswertem Wohnraum fehlen werden. DIE LINKE hatte sich in den vergangenen Jahren stets für einen Stadtumbau mit den Bürgerinnen und Bürgern ausgesprochen. Diese forderten, dass es eine Alternative zum Abriss geben müsse und Wohnungen zu erhalten seien. DIE LINKE konnte gegen heftigen Widerstand der SPD-geführten Senatsverwaltung für Stadtentwicklung einen Verzicht auf Totalabriss durchsetzen, so dass Wohnprojekte wie die Ahrensfelder Terrassen entstanden. Die Großsiedlung Buch ist erst seit 2009 aktives Stadtumbau-Gebiet. Hier werden nun Mittel eingesetzt, ohne Wohnungen „vom Markt zu nehmen“. Die ehemalige Kita in der Franz-Schmidt-Straße wird zu einem Beratungshaus, in dem sich die sozialen Angebote des Bezirkes und freier Träger konzentrieren. Zudem entstehen ein Raum der Begegnung, ein kleines Café sowie ein Veranstaltungsraum – kurzum eine nachbarschaftliche Mitte. Dank Stadtumbau Ost kann auch die Sanierung der Einrichtung „Der Alte“ fortgesetzt werden. Sie wird energetisch und barrierefrei umgebaut. Auch im Prenzlauer Berg – seit 2002 in der Förderung – waren die Ziele des Stadtumbaus andere als in Marzahn: Schul- und Kitagebäude wurden erneuert, Freiflächen aufgewertet und Spielplätze attraktiver gestaltet. Der künftige Schwerpunkt soll auf der Erneuerung und Erweiterung von Schulen liegen. Bei solch positiver Ausrichtung des Programms, von dem viele im Bezirk profitieren, übt DIE LINKE heftige Kritik an den Plänen der Bundesregierung, die Mittel für den Stadtumbau Ost drastisch zu kürzen.
Dr.–Ing. Guido Brendgens
Bezirksverordneter