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Aus BVV und Ausschüssen

Clubs, Zäune und Mauern

Die Große Anfrage der SPD zum Tanzclub „ICON“ in der Milastraße 4 beschäftigte die Bezirksverordnetenversammlung Pankow über einen längere Zeit. Anwohner hatten sich über Lärm beschwert, der Club sollte dichtmachen. Die BVV hatte einstimmig beschlossen, dass der Club in Prenzlauer Berg eine wichtige kulturelle Einrichtung ist. Das Clubsterben im Bezirk – erst der Magnet-Club, dann der traditionelle Knaack-Club – darf nicht weitergehen. Stadtrat Michael Nelken (DIE LINKE) versprach, den Rechtsrahmen auszuschöpfen, um den Weiterbetrieb des Clubs ohne Befristung zu ermöglichen. Seit dem 6. Oktober ist klar, dass der Clubbetrieb über das Jahresende 2010 baurechtlich weiter zulässig ist. Ein weiteres Thema der BVV-Sitzungen im September und Oktober war der Hirschhof. Der Hirschhof besteht aus zusammenhängenden Hofanlagen an der Kastanienallee und Oderberger Straße. In den 80er Jahren wurde hier unter anderem ein Spielplatz errichtet - dank des Engagements der Anwohner. Untergrundkultur und Regimekritiker trafen sich hier neben Familien, die im dicht bebauten Prenzlauer Berg endlich mal Grün hatten. Wohl auch deshalb bekam der Hirschhof seine eigene Stasi-Akte. Leider haben nunmehr die Eigner der Häuser das Gelände eingezäunt und damit im Juni dieses Jahres vor dem Verwaltungsgericht auch noch Recht bekommen. Den Antrag der Linksfraktion, die gesamte Fläche des Hirschhofes als Gartendenkmal zu widmen und es der Öffentlichkeit dauernd zugänglich zu machen, nahm die BVV mehrheitlich an. Schließlich ging es um eine attraktive Gestaltung der Schlossparkmauer des Schloss Schönhausen. Die BVV beschloss, dass die Mauer zum Schutz vor Graffiti mit Rankpflanzen auf der Seite zum äußeren Schlosspark begrünt wird. Weiterhin soll ein Zugang von der Schlossallee zum Park durch eine Öffnung in der Parkmauer hergestellt werden. Natürlich ist dies mit dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen. Wir sind gespannt, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sowie die Bundesakademie für Sicherheitspolitik diese Idee aufnimmt.

Katrin Maillefert
Bezirksverordnete