Bildungszentrum eröffnet
Der Pankower Bezirksstadtrat Dr. Michail Nelken (DIE LINKE) übergab in der Bizetstraße 27 in Weißensee im Sanierungsgebiet Komponistenviertel an die Musikschule und die Volkshochschule einen mit finanziellen Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erworbenen und sanierten neuen Standort. Vor zweieinhalb Jahren stand an der Bizetstraße nur noch ein heruntergekommenes Bauwerk. Zuvor beherbergte das 1927 erbaute Haus unter anderem die Verwaltung des VEB Gummiwerke Berlin. Im Jahr 2006 hatte die damalige Linkspartei-Bezirksstadträtin für Kultur und Bildung, Almuth Nehring-Venus, im Kulturausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) für dieses, vom Zerfall bedrohte Gebäude ihr kommunales Projekt „Bildungs- und Begegnungszentrum am Antonplatz“ vorgestellt. Mit der 2005 im Nachbargebäude eröffneten Wolfdietrich Schnurre-Bibliothek und Räumen der Volkshochschule sollte damit ein wichtiges Bildungsangebot und eine Bereicherung der sozialen und kulturellen Infrastruktur für Weißensee und den Bezirk geschaffen werden. Der Musikschule Béla Bartók stehen nunmehr für die zurzeit neunhundert Schüler einundzwanzig Unterrichtsräume zur Verfügung, für die Volkshochschule wurden fünfzehn zusätzliche Räume eingebaut. Die Konzentration der Musik- und Volkshochschul-Angebote führt zudem zu einer Reduzierung der Kosten für Instandhaltung und den baulichen Unterhalt bezirklicher Immobilien. Für die Einrichtungen ist eine höhere Effektivität, Funktionalität und Qualitätssteigerung möglich. Das Gebäude wurde in seinem äußeren Erscheinungsbild entsprechend dem historischen Vorbild nach Anbringung eines Wärmedämm-Verbundsystems wiederhergestellt. Es hat einen behindertengerechten Zugang und ist im Innern komplett und nach ökologischen Vorgaben umgebaut worden. Insgesamt waren 40 Firmen am Bau beteiligt, drei Millionen Euro an Fördermitteln sind investiert worden. Mit dem an den neu gestalteten südlichen Antonplatz angrenzenden Bildungszentrum ist Weißensee nicht nur für seine Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Besucher und Touristen attraktiver und einladender geworden.
Renate Tepper