Richtig schön: Oase
In der OASE Pankow, dem multikulturellen Haus in der Schönfließer Straße 7 im Prenzlauer Berg, arbeiten viele Menschen im ÖBS, und zwar in verantwortungsvollen Tätigkeiten zu einem Tariflohn zwischen 1.300 und 2.400 Euro monatlich. Johann C., in der DDR einst Bauingenieur, hat ein Teil der Organisation des Hauses unter sich. Hier in der Oase ist eine Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus genauso angesiedelt wie die Sozialberatung für Flüchtlinge, Deutschkurse, die Stelle „Ankommen“ für junge Flüchtlinge, die Stiftung dragondreams – Hilfen für Kinder- und Jugendprojekte. Sie "lässt" unter anderem Bücher „frei" , in der Hoffnung, dass sie nach Lektüre zurück kommen oder an einem anderen Ort dann frei verfügbar sind. Herr S. freut sich über seine ÖBS-Stelle. Er macht Sozialberatung, insbesondere für Migrantinnen und Migranten. Und seine Kollegin an der Rezeption hat die Organisations- und Terminplanung in der Hand. Sie ist froh, nicht mehr zu Hause sitzen zu müssen. Herzstück des Hauses ist ein Café. Dort ist der wichtigste Treffpunkt für die Beschäftigten der OASE, die Besucherinnen und Besucher der Kurse, und es ist Veranstaltungsort. Andreas P., gelernter Koch und lange arbeitslos gewesen, organisiert das Café mit seinen beiden Kolleginnen selbstständig. „Wir bauen das hier richtig schön auf“, freut er sich. Zurzeit wird die Küche umgebaut. Künftig wird es also mehr als Bockwurst geben - nämlich “richtig gutes Essen‘‘. Wolfgang T., auch ein „ÖBS’ler“, organisiert die Verwaltung der Stiftung und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit. Ohne ihn würde es das nicht geben und Pankow würde vieles fehlen.
Katina Schubert
Referentin der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales