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25.03.2011

Themenabend Rangierbahnhof

Zu Gast war Wolfram Kempe aus der BVV Fraktion und hat uns auf den neuesten Stand beim Thema Rangierbahnhof gebracht. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass er die Entwicklung vorsichtig optimistisch einschätzt. Aktuell ist folgendes: Herr Krieger (Besitzer von Möbel Krieger und Möbel Höffner) hat das Gelände gekauft und möchte nun das der Bezirk einen Bebauungsplan erstellt, der es ihm erlaubt ein Einkaufszentrum in Größe des Alexas sowie eine Möbelhaus zu bauen.

Dafür ist er bereit ein knappes Drittel des Geländes für eine Schule mit 1200 Plätzen und Wohnbebauung zur Verfügung zu stellen, ein weiteres Drittel stünde dann noch für eine neue Parkanlage zur Verfügung. Der Bezirk möchte, dass die Schule und die Wohnungen am S-Bhf Pankow entstehen, der Park käme in die Mitte, die Einkaufszentren würden an der Autobahn entstehen wo sie gut ans Umland angebunden sind von wo 2 Drittel der Kundschaft erwartet werden.

Um den Verkehr abzuwickeln sollte zusätzlich noch Platz für eine neue Tangentiale Straßenbahnlinie entlang der Granitzstraße sein, die Alt-Pankow, Heinersdorf und Weißensee verbindet, für Fußgänger soll noch eine Verbindung zwischen der Granitz- und der Damerowstraße entstehen. Zu all dem sagt Herr Krieger prinzipiell ja, sodass die Bilanz aus Bezirkssicht ganz gut ausschaut (neue Schule, freie Trasse für neue Straßenbahn, neuer Park/ negativer Effekt für Geschäfte in Alt-Pankow hält sich bei einem Einkaufszentrum am S-Bhf Pankow Heinersdorf in Grenzen).

Die Senatsverwaltung (die die Möglichkeit hat die Planungen an sich zu ziehen) möchte allerdings lieber ein Einkaufszentrum am S-Bhf Pankow und die neue Schule dafür auf das Gelände des Lokschuppens am S-Bhf Pankow Heinersdorf verbannen. Weshalb man diese Aufteilung favorisiert war uns allen ein Rätsel. Man sieht wohl die Gefahr, dass ein Einkaufszentrum am oberen Ende der Prenzlauer Promenade Kundschaft vom Alexa abzieht... (?!) Daneben kam noch eine alte Planung des West-Berliner Senats zur Sprache, wonach die Autobahn A114 Stadteinwärts bis zur Ostseestraße verlängert werden soll um perspektivisch mit der A100 verbunden zu werden. Alles noch in den 70ern für die SBZ mitgeplant aber niemals offiziell beerdigt.

Beitrag von Christian Basteck