Zurück zur Startseite
22. Juni 2017 Linksfraktion in der BVV

Zukunft am ehemaligen Güterbahnhof Greifswalder Straße

In der kommenden BVV-Tagung am 28.6.2017 steht eine Entscheidung im langjährigen Diskussionsprozess zur Entwicklung des Areals am ehemaligen Güterbahnhof Greifswalder Straße und dem angrenzenden Stadtraum an. Dazu erklärt der Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linksfraktion Pankow, Fred Bordfeld:

Eine beachtliche Anzahl Bürger*innen hat uns aufgefordert darüber nachzudenken, wie man langfristig einen wichtigen Freiraum in diesem Bezirk weiterentwickeln kann. Ein Einwohner*innen-Antrag ist ausführlich und sachlich beraten, aber schließlich von allen Fraktionen im zuständigen Ausschuss abgelehnt worden. Gemeinsam mit den Fraktionen der SPD und der Bündnisgrünen hat die Linksfraktion eine Position erarbeitet, die wichtige Forderungen dieses Antrages aufgreift und darüber hinausgehende Festlegungen für die Entwicklung in diesem Gebiet trifft.

So übernehmen und qualifizieren wir die Forderung eines Grünzugs in funktional angemessener Breite und beauftragen die Verwaltung, dies in allen Planungen zu berücksichtigen. Wir übernehmen Verantwortung für die Entwicklung eines Schulcampus im Thälmann-Park und bringen die Interessen der Anwohnerschaft ein, indem wir eine sinnvolle Durchwegung des gesamten Gebietes zwischen der Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße für Fußgänger*innen und Radfahrende fordern.

Dem Ansinnen des Erwerbs von Flächen und der Brücke am ehemaligen Güterbahnhof Greifswalder Straße können wir nicht folgen, da dies in unverantwortlicher Weise zu Lasten und auf Kosten der Einwohner*innen Berlins die Immobilienspekulation eines privaten Investors vergolden würde.

Zur möglichen Errichtung von Wohnungsbau auf öffentlichen Flächen (Greifswalder Straße / Lilli-Henoch-Straße) legen wir uns auf eine Blockrandbebauung an einer verkehrsgünstigen Stelle, außerhalb des Parks, fest und begrenzen Fläche und Höhe, womit eine Berücksichtigung der Wohnqualität für die Nachbarschaft festgeschrieben wird. Für die Umsetzung sehen wir – den vereinbarten Grundsätzen im Land und im Bezirk entsprechend – einen partizipativen Planungsprozess vor.

Wir als Kommunalpolitiker*innen haben in der Zusammenarbeit mit den Anwohner*innen und den Mitarbeiter*innen der Verwaltung in den letzten Jahren viel für den Thälmann-Park erreicht und wenn wir gemeinsam weiter arbeiten, werden wir in der Zukunft noch mehr erreichen. Der Thälmann-Park ist und bleibt aufgrund dieser Bemühungen ein wertvoller Lebensort und Erholungsraum im Prenzlauer Berg.