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5. Dezember 2017 Pankow

R2G wirkt: Höhere Mietkosten werden ab 2018 übernommen

Infostand DIE LINKE. Pankow vor dem Jobcenter:

Am Dienstag, morgens um 8 Uhr, war der Ortsverband Wilhelmsruh des Bezirksverbandes DIE LINKE. Pankow wieder mit einem Infostand vor dem Jobcenter. Dieses Mal überraschten unsere Genoss*innen die Jobcenter-Besucher*innen mit einem kleinem Nikolausgeschenk und einem neuen Infoblatt:

Worum geht es?

In Berlin gibt es ca. 292.000 Bedarfsgemeinschaften, davon erhalten ca. 273.000 Leistungen für Unterkunft und Heizung.

Was heißt das?

Wer in einer Wohnung lebt, deren Miete über den vom Amt übernommenen Richtwerten lebt, muss die Differenz zur tatsächlichen Miete aus seinem ohnehin zu knappen HARTZ IV-Satz zahlen.
132.000 dieser Bedarfsgemeinschaften wohnten in Wohnungen mit zu hoher Miete.

Was gilt ab dem 1. Januar 2018?

Anzahl
Personen

Wohnungs-
größe

Miethöhe
alt

Miethöhe
neu

1 Person

     50 qm

364,50 €

404,00 €

2 Erwachsene

     60 qm

437,40 €

472,20 €

1 Alleinerz. mit Kind

     65 qm

437,40 €

491,40 €

3 Personen

     80 qm

518,25 €

604,80 €

4 Personen

     90 qm

587,35 €

680,40 €

5 Personen

   102 qm

679,97 €

795,60 €

jede weitere Person

     12 qm

  84,12 €

  93,60 €

"Miethöhe" = Bruttokaltmiete ohne Warmwasser- und Heizkosten

Weitere Verbesserungen:

  • Neuanmietungszuschlag in Höhe von 20 Prozent über dem Bruttokaltmietrichtwert.
  • 10 Prozent Mehrkosten bei Härtefällen (Pflege, Modernisierung, Beendigung einer Unterbringung im Rahmen der Jugendhilfe, Besuch besonderer Schulformen und bei einer Wohndauer seit 10 Jahren, statt bisher 15 Jahren).
  • Einführung eines Umzugsvermeidungszuschlages in Höhe von 10 Prozent im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vor Einleitung eines etwaigen Kostensenkungsverfahrens.
  • Möglichkeit der Verlängerung der 6-monatigen Kostensenkungsfrist (Schonfrist) im Einzelfall bei Nachweis erfolgloser Wohnraumsuche.