In der heutigen Sondersitzung dreier Ausschüsse der BVV Pankow zum Thema der Einrichtung einer Grundschule im Eliashof präsentierte das Bezirksamt eine neue Idee: In die Prüfung möglicher Standorte für eine neue Grundschule soll auch das Bezirksamtsgelände Fröbelstraße einbezogen werden. Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) bat die Bezirksverordneten um zwei Monate Zeit, um diese Variante solide prüfen zu können. Da das Bezirksamt selbst eine Beschlussempfehlung zur Beratung vorgelegt hatte, die wohl das Ende des populären Kinder- und Jugendkulturzentrums "Eliashof" bedeutet hätte, kam es heute zu keiner Beschlussfassung in der Sache.
Einzig die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen verweigerte sich der Diskussion und heizte die Stimmung an, ohne selbst eine inhaltliche Position zu vertreten. Dass Politik und Verwaltung ganz besonders wegen der schwierigen Lage in Pankow eines vernunftgeleiteten Handelns statt eines nicht enden wollenden Wahlkampfes bedürfen, hält Die Grünen nicht davon ab, die Suche nach einer Lösung zum Leidwesen der Bürgerinnen und Bürger zu torpedieren.
Der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Matthias Zarbock, erklärt dazu: „Die Musikschule und die freien Projekte der Jugendkultur sind uns lieb und teuer. Die Entscheidung über die Zukunft des Eliashofes ist ernst genug, da muss das Nachdenken über einen alternativen Ort für eine neue Grundschule möglich sein. Wir wollen einen gordischen Knoten lösen, ich würde mir wünschen, dass es auf diesem Weg gelingt!“