Am 28. Juni 2008 wird die Kurt-Tucholsky-Bibliothek in der Esmarchstraße (Ortsteil Prenzlauer Berg) als von Ehrenamtlichen geführte Bibliothek wiedereröffnet. Dazu erklärt der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion in der BVV Pankow, Matthias Zarbock:
Ende 2007 musste der Bezirk Pankow die Stadtteilbibliothek in der Esmarchstraße schließen, um die Personaleinsparvorgaben des Senates umzusetzen. Im Bötzowviertel ist danach eine Initiative entstanden, die mehr als nur Protest dagegen zum Ausdruck gebracht hat. Gemeinsam wurde seitdem intensiv daran gearbeitet, zu ermöglichen, dass der Verein »PRO KIEZ Bötzowviertel e.V.« die Kurt-Tucholsky-Bibliothek mit Ehrenamtlichen als Teil des Netzes der Pankower Stadtbibliothek weiterführen kann. Es ist ein großer Erfolg aller an diesem Prozess Beteiligten, der Mitglieder von »PRO KIEZ«, des Bezirksamts und der Kommunalpolitik, dass der Weg zur Wiedereröffnung nun geebnet ist.
Der Verein »PRO KIEZ Bötzowviertel« hat klar erklärt: Wir wollen nicht als ein Ersatz für staatliches Engagement dienen. Die Pankower beweisen mit ihrem Engagement, dass sie auf ihre Stadtteilbibliotheken nicht verzichten wollen. In der politischen Auseinandersetzung für die auskömmliche Finanzausstattung der Berliner Bezirke und für die Stärkung der kommunalen Kulturlandschaft ist dies ein deutliches Signal und ein hoffnungsvoller Anfang.