Erst nachdem am 1. April 2009 die Mehrheit der BVV Pankow, darunter sämtliche Mitglieder der Fraktionen der SPD und der Bündnisgrünen, die Aufhebung des Jugendkulturstandorts EliasHof beschlossen haben, sind von Rot-Grün in Pankow einige Kulturinitiativen entdeckt worden, die unter diesem Beschluss zu leiden haben.
Zuerst war man offenbar erschrocken, dass im Kulturareal am Thälmannpark einige Künstler sehr aktiv waren, weshalb man nicht den EliasHof dorthin übersiedeln konnte. Zu schade aber auch! Da bemerkte man wohl auch bei der SPD, dass man die am EliasHof ausquartierten nicht mit billigen Versprechungen abspeisen konnte. Also musste ein Schuldiger her, wo schon keine Lösung in Sicht war. Gesagt, getan: Der Stadtrat für Kultur war schließlich nicht willfährig genug, einfach seine Kultureinrichtungen zu schließen, um – wohlgemerkt! – privaten Akteuren bezirkliche Infrastruktur zu schenken. Wunsch ist aber nun einmal Wunsch, beschlossen ist beschlossen! So biegt sich Rot-Grün die Welt zurecht: Der LINKE-Stadtrat wird missbilligt! Das ist doch viel schöner als ein neues Domizil für die Murkelbühne.
Neueste Entdeckung: Die Musikschule will doch glatt in ihren Räumen Kurse anbieten und nicht freiwillig das Weite suchen! Ein Skandal! Und im Hintergrund aktiv – wahrscheinlich derselbe Stadtrat! Das Grauen geht weiter...