Ich hoffe und gehe davon aus, dass sich schon zur nächsten Berliner Wahl der Irrsinn der Verplakatierung der Stadt nicht wiederholen wird. Nicht nur aus Gründen der Ressourcen-Schonung und der Ästhetik gilt es zu verhindern, dass an jeden Lichtmast mindestens ein, manchmal bis zu fünf verschiedene Wahlplakate hängen. Allein die Lebenszeit und Gesundheit, die durch das Aufhängen und Abhängen geschmälert wird! Vom Ärger beim Betrachter nicht zu reden.
Welche Funktion diese Plakate haben, lässt sich nicht so genau sagen. Die Vorstellung von Direktkandidaten per Foto lässt sich auch mit einer geringeren Menge erreichen. Auf weitere Hindernisse am Fahrradweg kann man gern verzichten. Hinzu kommen ohnehin Handzettel und Wahlzeitungen, Briefe an die Haushalte und Werbung in den Medien - genügend Möglichkeiten, sich dem Wähler zu präsentieren. Eine Selbstbeschränkung der Parteien auf eine für alle Bewerber gleiche und verbindliche Zahl sollte unbedingt angestrebt werden.